Ölpreise bleiben nach Genf-Gesprächen volatil
Am Dienstag bestimmte der Iran das Geschehen am Ölmarkt gleich doppelt. Eine vorübergehende Sperrung der Straße von Hormus trieb die Preise kurz nach oben, doch Berichte über konstruktive Gespräche zwischen Washington und Teheran ließen sie am Nachmittag deutlich fallen. Am Mittwochmorgen versuchen die Ölpreise eine vorsichtige Erholung. Heizöl folgt mit leichten Aufschlägen von durchschnittlich 0,4 Cent bzw. Rappen je Liter..
Der Dienstag zeigte, wie dünn der Faden ist, an dem die Ölpreise derzeit hängen. Zunächst meldete der Iran, die Straße von Hormus für mehrere Stunden wegen Militärübungen zu sperren. Die Meerenge ist mit rund 21 Millionen Barrel täglichem Öltransit eine der meistbefahrenen Ölrouten der Welt, und die Preise reagierten entsprechend mit Aufschlägen.
Im Laufe des Nachmittags drehte die Stimmung jedoch, als bekannt wurde, dass indirekte Gespräche zwischen US- und iranischen Delegationen in Genf als konstruktiv bewertet wurden. Die Hoffnung auf eine Annäherung drückte die Risikoprämie. Analysten dämpften allerdings zu hohe Erwartungen: Eine endgültige Einigung gilt weiterhin als weit entfernt. Ebenfalls in Genf liefen parallel die Gespräche zwischen der Ukraine, Russland und den USA, ohne dass bislang konkrete Ergebnisse bekannt wurden.
Am Mittwochmorgen notieren die Nordseesorte Brent bei 67,78 US-Dollar (+ 0,56%) und die amerikanische Ölsorte WTI bei 62,64 US-Dollar je Barrel (+ 0,55%). Auch ICE Gasöl legt leicht zu und notiert aktuell bei 680,50 US-Dollar pro Tonne. Zwei Termine stehen heute noch auf der Agenda. Am Abend veröffentlicht das American Petroleum Institute (API) seine wöchentlichen US-Rohölbestandsdaten, die wegen des Feiertags am Montag verschoben wurden. Analysten erwarten einen Anstieg der Rohölvorräte um rund 2,3 Millionen Barrel. Außerdem treffen sich heute und morgen in Paris die Energieminister zahlreicher Länder zum IEA-Ministertreffen, das alle zwei Jahre stattfindet.
Die Heizölpreise im Inland überspringen die Abwärtsbewegung an den Ölbörsen und orientieren sich gleich an der Rohölpreis-Erholung. Bedeutet, auch heute müssen Verbraucher im DACH-Raum mit leichten Aufschlägen rechnen. In Deutschland kostet Heizöl im bundesweiten Mittel gut 93 Cent je Liter. Damit liegt der Februarpreis etwa zwei Cent über dem Januar-Mittel.
In Österreich bewegen sich die Heizölpreise weiterhin in ruhigen Bahnen und bleiben bei einem landesweiten Durchschnitt von 1,07 Euro je Liter. Damit bleiben Verbraucher in der komfortablen Lage, nicht sofort reagieren zu müssen. In der Schweiz kostet Heizöl heute 91,8 Rappen je Liter, das entspricht einem Plus von etwa 0,3 Rappen je Liter. Nach dem deutlichen Rückgang seit dem Novemberhoch haben sich die Heizölpreise im unteren Jahresdrittel stabilisiert.
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| Mittwoch 18.02.2026 - 09:42 Uhr | Schluss Vortag 17.02.2026 | Veränderung zum Vortag | |
|---|---|---|---|
|
Rohöl
Brent Crude
|
67,77 $
pro Barrel
|
67,40 $
pro Barrel
|
+0,55% |
| Gasöl |
680,25 $
pro Tonne
|
675,00 $
pro Tonne
|
+0,78% |
| Euro/Dollar | 1,1835 $ | 1,1851 $ |
-0,14%
(konstant)
|
| USD/CHF | 0,7716 CHF | 0,7696 CHF |
+0,26%
(etwas fester)
|
| Deutschland | 93,07 € | 92,64 € | +0,47% |
| Österreich | 107,11 € | 107,58 € | -0,44% |
| Schweiz | 91,75 CHF | 0,00 CHF | 0,00% |
| 4-Wochen-Prognose | |
|---|---|
| Rohöl | konstant |
| Heizöl | leicht steigend |
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