Zollstreit vom Tisch? Ölpreise suchen Richtung
Die Ölpreise starten heute Morgen stabil auf erhöhtem Niveau. Heizöl bleibt dadurch auch im Inland teurer als gestern. Rückenwind kommt vor allem daher, dass ein neuer Zollkonflikt zwischen den USA und der EU vorerst vom Tisch ist, während ein Produktionsausfall in Kasachstan zusätzlich stützt.
Am Mittwoch war die Stimmung am Ölmarkt zunächst angespannt, weil der Streit um mögliche US-Strafzölle im Zusammenhang mit Grönland weiter in der Luft lag. Gleichzeitig zogen die Preise im Tagesverlauf an und blieben fest, weil mehrere Meldungen den Markt stützten. Dazu gehörte die Nachricht, dass vor Venezuela ein weiterer Öltanker beschlagnahmt wurde, außerdem ein erneuter Angriff auf eine russische Raffinerie. Wichtig war auch eine Meldung aus Kasachstan: Am Tengiz-Feld wurde ein Produktionsausfall gemeldet, der die Sorge um weniger Angebot verstärkte. Dazu kam eine Kältewelle, die die Erdgaspreise steigen ließ und damit auch Ölprodukte nach oben zog.
Der Auftritt von Donald Trump in Davos brachte am Nachmittag zunächst keine neue Eskalation, weil er zwar seine Position in der Grönlandfrage wiederholte, aber nichts ankündigte, das die Märkte zusätzlich erschüttert hätte. Am Abend folgte dann die Überraschung: Nach einem Gespräch mit NATO-Generalsekretär Mark Rutte zog Trump die zuvor angedrohten Strafzölle gegen die EU zurück und sprach von einem Rahmen für ein Abkommen rund um Grönland und die Arktisregion. Damit fiel ein großer Unsicherheitsfaktor weg, der zuletzt auch die Ölbörsen belastet hatte.
Parallel dazu kamen aus den USA neue Lagerdaten vom American Petroleum Institute. Das API meldete einen deutlichen Zuwachs bei Rohöl und besonders bei Benzin, während die Bestände bei Destillaten unverändert blieben. Der Markt wartet nun auf die offiziellen Daten des US-Energieministeriums, die heute Abend veröffentlicht werden. Unterm Strich beendeten Brent und WTI den Mittwoch erneut mit klaren Gewinnen.
Die Heizölpreise ziehen auch heute weiter an und machen sich auf in Richtung November-Niveau. In Deutschland liegt der Heizöl-Durchschnitt heute bei knapp 93 Cent je Liter, auf Jahressicht also im preislichen Mittelfeld. Die Nachfrage ist mit der jüngsten Teuerung abgeebbt und auf ein solides Grundrauschen gefallen.
In Österreich legen die Heizölpreise ebenfalls leicht zu, aber mit deutlich weniger Tempo. Der Januar lässt Heizöl in einer Spanne zwischen 1,05 und 1,07 Euro je Liter laufen, was den Heizölkauf in dem weniger dynamischen Preisumfeld durchaus entspannter macht. In der Schweiz legen die Heizölpreise in der ersten Tageshälfte eine Verschnaufpause ein und suchen ihre Richtung. Am Mittag koste der Liter Heizöl 95,5 Rappen und damit 0,2 Rappen weniger als gestern.
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| Donnerstag 22.01.2026 - 12:05 Uhr | Schluss Vortag 21.01.2026 | Veränderung zum Vortag | |
|---|---|---|---|
|
Rohöl
Brent Crude
|
64,45 $
pro Barrel
|
65,27 $
pro Barrel
|
-1,26% |
| Gasöl |
669,00 $
pro Tonne
|
684,00 $
pro Tonne
|
-2,19% |
| Euro/Dollar | 1,1693 $ | 1,1685 $ |
+0,07%
(konstant)
|
| USD/CHF | 0,7934 CHF | 0,7955 CHF |
-0,26%
(etwas schwächer)
|
| Deutschland | 93,01 € | 92,71 € | +0,32% |
| Österreich | 107,07 € | 106,50 € | +0,53% |
| Schweiz | 95,59 CHF | 0,00 CHF | 0,00% |
| 4-Wochen-Prognose | |
|---|---|
| Rohöl | konstant |
| Heizöl | leicht steigend |
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