Öl bleibt unter Druck

Zum Start in den Dienstag zeigen sich die Ölbörsen erneut schwächer. Das übergeordnete Überangebot überlagert geopolitische Störfeuer, auch wenn diese kurzfristig immer wieder stützend wirken. Für Heizöl bedeutet das im Inland dennoch leichte Aufschläge von bis zu 0,5 Cent bzw. Rappen je Liter.

Am Ölmarkt bleibt das übergeordnete Bild klar bearish, auch wenn geopolitische Risiken zuletzt immer wieder für kurzfristige Gegenbewegungen gesorgt haben. Die Preise reagieren zwar sensibel auf neue Schlagzeilen, doch strukturell dominiert weiterhin das erwartete Überangebot für 2026.

Im Fokus steht dabei weiterhin Venezuela. Die US-Intervention gegen Präsident Nicolás Maduro, inklusive der faktischen Seeblockade und gezielter Sanktionen gegen Tanker und Abnehmer, hat die Exporte des Landes weiter eingeschränkt. Zwar versucht Caracas weiterhin, Rohöl über Umwege und mit deaktivierten Transpondern auszuführen, doch die zunehmenden Förderabschaltungen zeigen, dass diese Strategie an ihre Grenzen stößt. Kurzfristig stützt das die Preise leicht, da vor allem schwere venezolanische Sorten nur begrenzt ersetzt werden können.

Gleichzeitig bleibt die Wirkung begrenzt, da Venezuela inzwischen weniger als rund einen Prozent zur globalen Ölversorgung beiträgt. In einem Markt, der sich auf ein Überangebot von teils über 2 Mio. Barrel pro Tag einstellt, reichen selbst spürbare Störungen dort nicht aus, um eine nachhaltige Trendwende auszulösen.

Zusätzliche Aufmerksamkeit gilt dem Nahen Osten, insbesondere der Eskalation im Jemen. Der Konflikt zwischen den Huthi-Milizen, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten hat zuletzt erneut an Schärfe gewonnen. Angriffe auf Infrastruktur und Spannungen entlang wichtiger Seewege erhöhen die Risikoprämie, da der Jemen strategisch nahe an der Meerenge Bab al-Mandab liegt – einer der wichtigsten Routen für den globalen Öl- und Produkttransport. Bislang kam es jedoch zu keinen nachhaltigen Ausfällen bei Lieferketten.

Dem gegenüber steht die Angebotsseite: Die OPEC+ hält zwar an der Förderpause fest, signalisiert jedoch gleichzeitig keine Bereitschaft für zusätzliche Kürzungen. Zudem senkt Saudi-Arabien erneut seine offiziellen Verkaufspreise – ein klares Zeichen für den intensiven Wettbewerb um Marktanteile und die schwache Nachfrage im physischen Markt.

In Deutschland legen die Heizölpreise am Dienstag leicht zu, obwohl sich die internationalen Produktpreise überwiegend seitwärts bewegen. Der Preisanstieg ist vor allem eine Folge der stärkeren Bewegung zu Wochenbeginn, die zeitverzögert im Binnenmarkt ankommt. Der bundesweite Durchschnittspreis liegt aktuell knapp unter 90 Cent pro Liter. Die Nachfrage zeigt sich zum Jahresanfang stabil.

In Österreich bleiben die Heizölpreise auf Kurs ohne große Ausschläge nach oben oder unten. Der landesweite Durchschnitt bewegt sich derzeit bei rund 1,05 Euro pro Liter. In der Schweiz ist Heizöl nach dem jüngsten Preisanstieg wieder zurückgekommen und bewegt sich am Morgen bei gut 91 Rappen je Liter.

HeizOel24-Tipp: Heizöl bequem finanzieren: Nutzen Sie den Ratenkauf, um Ihre Heizölrechnung flexibel in monatlichen Raten zu begleichen. HeizOel24

Börsendaten:
  Dienstag 06.01.2026 - 10:02 Uhr Schluss Vortag 05.01.2026 Veränderung zum Vortag
Rohöl
Brent Crude
61,86 $
pro Barrel
61,78 $
pro Barrel
+0,13%
Gasöl 623,25 $
pro Tonne
622,50 $
pro Tonne
+0,12%
Euro/Dollar 1,1728 $ 1,1720 $ +0,07%
(konstant)
USD/CHF 0,7922 CHF 0,7914 CHF +0,10%
(konstant)
Deutschland 89,87 € 89,80 € +0,07%
Österreich 105,55 € 105,55 € 0,00%
Schweiz 90,85 CHF 0,00 CHF 0,00%
4-Wochen-Prognose
Rohöl konstant
Heizöl konstant
alle Angaben ohne Gewähr

Sie haben Fragen zu unserem Service oder benötigen Heizöl?

Rufen Sie uns einfach an unter

036925-61433

Kontaktformular